© 2005 -2022 Thomas Fares
Impressum

08.12.2005 Mudurnu - Beypazari

Klaus

Hallo allerseits, ich habe gerade mit viel Mühe einen Text in Word geschrieben. In der hiesigen Version bedeutet CTRL C nicht kopieren, sondern alles unwiederbringlich löschen. Computerexperte ist der häufigste Beruf in unserer Truppe, aber keiner hat den Text wieder hinbekommen. Jetzt gibt es nur eine Kurzfassung. Wir haben heute Morgen in unserem schönen Hotel, das auch als Spukschloss im Spessart stehen könnte, nur ein karges Frühstück bekommen. Danach ging es gleich einen richtigen Anstieg bis auf 1325 Meter hoch. Die gewonnene Höhe konnten wir dann sehr schön in Strecke umwandeln, da die Abfahrt ein relativ geringes Gefälle hatte. Mittag haben wir unter volksfestartigen Umständen auf einem Marktplatz gemacht. Eine zwölfjährige Schulreporterin hat uns interviewt. Die Schulkinder sind hier alle sehr adrett angezogen. Die Jungen tragen sogar einen Schlips. Auch wenn die Wohnhäuser hier nicht so wie in Deutschland aussehen, sind die Schulen und die Moscheen immer im besten Zustand. Hier hat Schulbildung offensichtlich einen hohen Stellenwert. Nach dem Essen ging es ewig durch eine karge unbewohnte Landschaft ohne Bäume. Man könnte hier Indianerfilme drehen. Manchmal wurde es sogar wüstenartig. Nach 113 Kilometern sind wir in Beypazari angekommen. Das Hotel ist sehr schön. Einige sind jetzt in der Sauna, um fit für den morgigen Tag zu werden. Morgen kommen wir in die Hauptstadt Ankara. Ankara liegt 850 Meter hoch in der Anatolischen Ebene, hat 2,2 Mio. Einwohner und ist erst seit 1923 Hauptstadt. In römischer Zeit hieß es Ancyra und war eine Provinzhauptstadt. Heute möchte ich wieder einen weiteren Teilnehmer unserer Tour vorstellen. Peter Schlegel ist der gute Hirte unserer Truppe. Obwohl er einer der stärksten Radfahrer ist, bleibt er immer am Ende und führt zurückgebliebene wieder ran, indem er Windschatten spendet. Sogar am Berg, wenn meine Zunge schon auf dem Vorderrad schleift, kommt er wieder zurückgerollt, um die schwächsten zu unterstützen. Dabei macht er nie viele Worte und ist immer ganz ruhig. Norbert grüsst seine Dame und möchte wissen, ob jetzt alles mit dem Internet klappt. Rolf B. bedankt sich für die lieben Grüsse aus der Heimat. K.H.
weiter zurück