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08.12.2005 Mudurnu - Beypazari
Klaus
Hallo allerseits, ich habe gerade mit viel Mühe einen Text in
Word geschrieben. In der hiesigen Version bedeutet CTRL C
nicht kopieren, sondern alles unwiederbringlich löschen.
Computerexperte ist der häufigste Beruf in unserer Truppe,
aber keiner hat den Text wieder hinbekommen. Jetzt gibt es
nur eine Kurzfassung. Wir haben heute Morgen in unserem
schönen Hotel, das auch als Spukschloss im Spessart stehen
könnte, nur ein karges Frühstück bekommen. Danach ging es
gleich einen richtigen Anstieg bis auf 1325 Meter hoch. Die
gewonnene Höhe konnten wir dann sehr
schön in Strecke umwandeln, da die Abfahrt
ein relativ geringes Gefälle hatte. Mittag
haben wir unter volksfestartigen Umständen
auf einem Marktplatz gemacht. Eine
zwölfjährige Schulreporterin hat uns
interviewt. Die Schulkinder sind hier alle
sehr adrett angezogen. Die Jungen tragen
sogar einen Schlips. Auch wenn die
Wohnhäuser hier nicht so wie in
Deutschland aussehen, sind die Schulen
und die Moscheen immer im besten
Zustand. Hier hat Schulbildung offensichtlich
einen hohen Stellenwert. Nach dem Essen
ging es ewig durch eine karge unbewohnte
Landschaft ohne Bäume. Man könnte hier
Indianerfilme drehen. Manchmal wurde es
sogar wüstenartig. Nach 113 Kilometern
sind wir in Beypazari angekommen. Das
Hotel ist sehr schön. Einige sind jetzt in der
Sauna, um fit für den morgigen Tag zu
werden. Morgen kommen wir in die
Hauptstadt Ankara. Ankara liegt 850 Meter
hoch in der Anatolischen Ebene, hat 2,2
Mio. Einwohner und ist erst seit 1923
Hauptstadt. In römischer Zeit hieß es Ancyra
und war eine Provinzhauptstadt. Heute
möchte ich wieder einen weiteren
Teilnehmer unserer Tour vorstellen. Peter
Schlegel ist der gute Hirte unserer Truppe.
Obwohl er einer der stärksten Radfahrer ist,
bleibt er immer am Ende und
führt zurückgebliebene wieder
ran, indem er Windschatten
spendet. Sogar am Berg,
wenn meine Zunge schon auf
dem Vorderrad schleift, kommt
er wieder zurückgerollt, um die
schwächsten zu unterstützen.
Dabei macht er nie viele Worte
und ist immer ganz ruhig.
Norbert grüsst seine Dame
und möchte wissen, ob jetzt
alles mit dem Internet klappt.
Rolf B. bedankt sich für die
lieben Grüsse aus der Heimat.
K.H.